ETF-Kongress sagt: "Nein zur Liberalisierung"
Aus über 30 europäischen Ländern, kamen die rund 400 Delegierte zum Kongress der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) nach Ponta Delgada auf den Azoren.
Blick in den Konferenzraum
Der Kongress stand unter dem Motto "Starke Gewerkschaften für nachhaltigen Verkehr". Zentrale Themen, die während des Kongresses diskutiert wurden, waren die Förderung eines nachhaltigen europäischen Transport-Systems, die Stärkung der Transportgewerkschaften und die Weiterentwicklung des europäischen Sozialen Dialogs. Auch die jüngsten Urteile des Europäischen Gerichtshofs wurden kritisch analysiert.
An der Spitze der ETF gab es einen Wechsel. Der Kongress wählte Graham Stevenson aus Großbritannien zum neuen ETF-Präsidenten. Er löst damit Wilhelm Haberzettl ab. Alexander Kirchner, der Vorsitzende der TRANSNET und Brigitta Paas aus den Niederlanden wurden zu Stellvertretern gewählt. Eduardo Chagas wurde für eine zweite Amtszeit als Generalsekretär bestätigt.
Im Rahmen der Antragsberatung wurde deutlich, wie schwierig derzeit die Situation in der gesamten Verkehrsbranche ist und wie die ohnehin angespannte Lage durch die Finanz- und Wirtschaftskrise noch zusätzlich verschärft wird. Dennoch zögerten die Delegierten nicht, mit zahlreichen innovativen Vorschlägen und mit neuen Ansätzen dazu beizutragen, die Arbeit der ETF noch wirkungsvollerer zu gestalten.
herc (TRANSNET)
