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Luxemburg: Bahntripartite abgeschlossen

Nach wochenlangen Verhandlungen wurden sich Regierung, CFL und Gewerkschaften einig über die Neuausrichtung der nationalen Bahngesellschaft und haben somit auch die Weichen gestellt für die von Brüssel geforderte Liberalisierung im Frachtbereich. Zentraler Punkt des getroffenen Abkommens ist die Gründung einer neuen Frachtgesellschaft von CFL mit dem Stahlriesen Arcelor und wurde auf den Namen „CFL-Cargo“ getauft.

Sozialabbau wurde verhindert!

Der in der Eisenbahn-Tripartite erzielte Kompromiss über die Eisenbahnrestrukturierung, entspricht in manchen Punkten nicht den Erwartungen des Landesverbandes. Angesichts des politischen Kräfteverhältnisses, ist es jedoch das bestmögliche Resultat, welches zur Zeit erzielt werden konnte. Die positiven Ergebnisse wurden durch den konsequenten und unermüdlichen Einsatz des Landesverbandes erst möglich.

Nachfolgende Punkte, welche dazu angetan sind, den sozialen Besitzstand der Eisenbahner/innen zu sichern, konnten erst in der letzten Tripartite-Runde vereinbart werden:

das Statut und die Gehälterordnung, für die jetzigen und zukünftigen Eisenbahner/innen innerhalb der nationalen Eisenbahngesellschaft bleiben gesichert.

Das Statut und die Beförderungsaussichten der Beschäftigten, welche zur Güterfiliale CFL-Cargo überwechseln, bleiben erhalten. Auch die Rückkehr zur Muttergesellschaft bleibt möglich. Die Absicherung der statutarischen Bedingungen innerhalb der nationalen Eisenbahngesellschaft ist eine zusätzliche Garantie für die Absicherung der abgestammten Rechte.

Die Gewerkschaftsrechte, wie sie im Personalstatut und im Mitbestimmungsgesetz verankert sind, müssen in allen Phasen des Umstrukturierungsprozesses beachtet werden.

Bei Verhandlungen über neue Arbeitsbedingungen müssen sowohl den legitimen Verbesserungswünschen der Eisenbahner/innen als auch den Erfordernissen eines modernen Eisenbahnbetriebes Rechnung getragen werden.

Neue Berufsbilder können nur nach entsprechenden Verhandlungen bei den CFL eingeführt werden.
Das in Folge vom Umstrukturierungen, an seinen Arbeitsplatz vorübergehend überzählig gewordene Personal, muss innerhalb des Eisenbahnbetriebes, einem anderen, seinen Ansprüchen entsprechenden Arbeitsplatz zugeführt werden.

Der Widerstand des FNCTTFEL-Landesverbandes gegen eine übertriebene Liberalisierungspolitik wird weiter aufrechterhalten bleiben.

Gust Klein / FNCTTFEL-Landesverband

 

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