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Erster Spatenstich für neue Rheinbrücke

Der europäische Transitverkehr erhält bis zu Jahr 2010 eine neue schnelle Schienenverbindung zwischen Deutschland und Frankreich. Der Brückenneubau ist Teil des TEN-Projektes Nummer 17: Paris - Straßburg - Stuttgart - Wien - Bratislava, der "Magistrale für Europa". Die „TEN-Projekte“ stehen für die EU-Planung des Transeuropäischen Netzes (TEN).

Mit Hochgeschwindigkeit über das Transeuropäische Netz - Eine neue Brücke über den Rhein bei Kehl soll einen Engpass zwischen Paris und Bratislava beseitigen.


Die Gesamtinvestitionen von 51 Millionen Euro seien gut angelegtes Geld, sagte der deutsche Verkehrsminister Tiefensee anlässlich des symbolischen Ersten Spatenstichs. Bis zum Jahre 2010 wird die neue zweigleisige Eisenbahnbrücke den Rhein zwischen dem deutschen Kehl und dem französischen Straßburg überspannen.

Die neue Brücke ersetzt die eingleisige Brücke aus dem Jahr 1956, die den heutigen Ansprüchen des Hochgeschwindigkeitsverkehrs nicht mehr gewachsen ist. Außerdem wird der unmittelbar angrenzende Bahnhof Kehl umgebaut und um ein elektronisches Stellwerk ergänzt. Dann können die französischen Hochgeschwindigkeitszüge TGV, die seit 2007 Paris, Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart und auch München miteinander verbinden, Brücke und Bahnhof mit 160 Stundenkilometern passieren.

Deutschland und Frankreich teilen sich die Kosten für den Brückenneubau. Nach dem Staatsvertrag vom März 2006 erfolgen Planung, Ausschreibung, Vergabe und Überwachung der Baumaßnahmen durch die Bundesrepublik Deutschland. Die DB Netz AG ist mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt.

Auch für die Rheinschifffahrt ergeben sich Vorteile: Die Durchfahrhöhe für Rheinschiffe erhöht sich auf sieben Meter und die Anzahl der Brückenpfeiler im Rhein verringert sich von zwei auf zukünftig nur noch ein Widerlager. Nach Inbetriebnahme der neuen wird die alte Brücke abgebaut.

Bereits im Juni 2006 hatten die Verkehrsminister aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Slowakei in Luxemburg eine Absichtserklärung zur schnellstmöglichen Realisierung der Rheinquerung und der „Magistrale für Europa“ unterzeichnet.
Frank Hercher (TRANSNET)

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