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Eurailspeed 2005 in Mailand: Bahnkunden im Mittelpunkt

Vom 7. bis zum 9. November fand in Mailand die bereits fünfte Eurailspeed statt. Nach Brüssel (1992), Lille (1995), Berlin (1998) und Madrid (2002) konnten die Organisatoren rund 1300 Teilnehmer aus fast 50 Ländern. begrüßen. Luxemburg war in diesem Jahr vertreten durch Nicolas Welsch, Direktor der SNCFL, J.-L. Alfaro von der EIB sowie durch N. Juston und T. Mueller, beide Vertreter der Rhealys S.A.. Sie haben sich im Vorfeld der im Jahre 2007 vorgesehenen Anbindung Luxemburgs an das französische TGV-Netz in verschiedenen Rundtischgesprächen über die europäische Eisenbahnpolitik informiert.

Im Bahnhof Garibaldi, in Mailand, waren für das Publikum zugänglich, Hochgeschwindigkeitszüge  ausgestellt. Das Interesse war groß –  die Weichen für die Zukunft sind gestellt.                   Foto: Pierre Buchholz


Die diesjährige Eurailspeed stand unter dem Motto „Kunden und Gesellschaft“ und hat sich mit der Zukunft der Hochgeschwindigkeitszüge in Europa und darüber hinaus beschäftigt Im Laufe des Kongresses wurden in rund 20 Sessionen und Rundtischgesprächen Themen besprochen wie Ausbau, Kundendienst, Antworten der Industrie auf Bedürfnisse von Kunden und Eisenbahngesellschaften, volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Impakte der Hochgeschwindigkeit auf regionale, nationale und internationale Entwicklungen. Dabei standen Konferenzen und Podiumsdiskussionen mit Beteiligung hochrangiger Persönlichkeiten aus dem Bahnwesen und der Politik im Mittelpunkt.

Die Hochgeschwindigkeit bei der Bahn ist nicht mehr aufzuhalten. Wie bereits vor dreizehn Jahren in Brüssel angedeutet, haben die betroffenen Länder in Entwicklungen und Bau investiert und den Wettlauf gegen die Flugindustrie und die Strasse auch teilweise bestanden. Die großartigen Erfolge der TGV, Eurostar, Thalys und ICE sind unumstritten. Bis 2010 sollen fast 30.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitstrassen in Europa fertig gestellt sein und die innereuropäischen Städte verbinden.

Luxemburg hat es doch noch geschafft und Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz gefunden. Allerdings flitzen und rasen die modernen HG-Züge auf den schnellen Trassen bekanntlich und bedauerlicherweise vorbei. Die Gleise nach Brüssel und die der Nordstrecke nach Lüttich dienen nur als Zubringerstrecken zum nördlichen Hochgeschwindigkeitsnetz. Die im Jahre 2007 vorgesehene Anbindung an Frankreich bleibt vorläufig nur eine langsamere und abgespeckte Antenne nach Süden. Und ab dem kommenden neuen Fahrplan im Dezember ist für den deutschen ICE in Trier Endstation.

Gust Klein (FNCTTFEL – Landesverband)



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