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Vereinbarungen zu Schnellbahn- und Güterverkehr unterzeichnet

In Straßburg wurde zwischen Deutschland und Frankreich eine Absichtserklärung für ein einheitliches Bedienungskonzept der deutschen und französischen Bahnen vom deutschen Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe und dessen französischen Amtskollegen, Gilles de Robin, unterzeichnet. Ziel ist es, mit einem gemeinsamen Unternehmen Schnellbahnverbindungen zwischen Paris und Frankfurt sowie zwischen Paris und München zu realisieren.

Beide Regierungen haben beträchtliche Anstrengungen unternommen, um das Projekt POS (Schnellbahnverbindung Paris-Ostfrankreich-Südwestdeutschland) zügig voranzubringen. Von deutscher Seite wird die Verbindung durch das Saarland (Nordast in Richtung Frankfurt) bis 2007 ausgebaut. Die DB AG hat Arbeiten an der POS Nord bereits im Jahre 1998 begonnen und teilweise auch schon in Betrieb genommen.

Die HGV-Strecke von Frankfurt über Saarbrücken nach Paris soll rund 60 Millionen Euro kosten. Voraussichtlich ab Ende 2007 soll die Strecke dann fünfmal täglich befahren werden. Etwa 25 Millionen Euro hat bislang das Zulassungsverfahren gekostet. Hinzu kommen für die ICE-Züge weitere Umrüstungskosten von jeweils sieben bis acht Millionen Euro, die nach zusätzlichen technischen Auflagen nötig geworden sind.

Für den Südast von Straßburg in Richtung München wird durch den Bau einer neuen Brücke bei Kehl ein zweigleisiger Rheinübergang geschaffen. Die Planungsverfahren wurden hierfür vorgezogen. Diese Arbeiten sollen bis 2010 abgeschlossen sein. Es sei das gemeinsame Ziel, dass die Eckpunkte für den Staatsvertrag zum Ausbau der Brücke bei Kehl bis zum nächsten deutsch - französischen Ministerrat im Oktober vorliegen, erklärte Minister Stolpe.

Eine unabdingbare Voraussetzung für die Realisierung der POS sei die vollwertige Zulassung des ICE 3 und des TGV.

Auch im Güterverkehr intensivieren die beiden Bahnen ihre Zusammenarbeit. DB AG und SNCF unterzeichneten eine Verpflichtung, dass die Gütertransporte auf allen Achsen zwischen Frankreich und Deutschland zuverlässiger und um bis zu zwei Stunden schneller werden. Schon ab dem Fahrplanwechsel im Juni 2005 können alle Eisenbahngrenzübergänge zwischen beiden Ländern durchgängig befahren werden.
herc (TRANSNET)

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