Organe und Institutionen
Um zu verstehen, wie das Räderwerk politischer Entscheidungen in der EU funktioniert, muss man ihre Organe und Institutionen kennen. Man muss begreifen, auf welche Weise die Gewalten der Exekutive, der Legislative und der Judikative aufgeteilt sind, wie sie sich gegenseitig ergänzen und - was für die Demokratie noch wichtiger ist - kontrollieren. In diesen Strukturen bringen die Mitgliedstaaten ihre jeweiligen Interessen ein. Die Ergebnisse des permanenten Ausgleiches von nationalen und Gemeinschaftsinteressen haben Auswirkungen auf das tägliche Leben aller Bürgerinnen und Bürger in der EU.
Die Erkenntnis, dass viele Entscheidungen nicht in der eigenen Hauptstadt, sondern im fernen Brüssel gefällt werden, mag auf den ersten Blick auch Besorgnisse auslösen. Dennoch, der gemeinsame Wert von Frieden, Sicherheit und Wohlstand in Europa kann nach Jahrhunderten der Auseinandersetzungen und Spaltung aus unterschiedlichen nationalen oder ideologischen Interessen nicht hoch genug veranschlagt werden. Auch die gemeinsame Währung, der Euro, der freie Verkehr von Personen und Gütern tragen nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilität und zum Wachstum bei, sondern sie fördern den kulturellen Austausch zwischen den Menschen.