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Neues Europäisches Flugleitsystem

Das Europäische Parlament hat kürzlich einen Bericht über die Ausarbeitung eines neuen Flugleitsystems angenommen und stimmte dem Unternehmen Sesar zu (Single European Sky ATM Research wobei ATM für air trafic management steht).

Durch Sesar soll der Flugraum optimal genutzt und der Himmel über Europa sicherer werden.                                   Foto: Frank Hercher



Die EU-Politiker versprechen sich viel von dem Unternehmen mit dem Kürzel Sesar. Vor allem soll damit der europäischen Luftfahrt geholfen werden, da heute mit zum Teil veralteten noch aus den 70-er Jahren stammenden Techniken der Flugverkehr über Europa geregelt wird. Der Himmel über Europa werde damit also sicherer. Eine Verbesserung. des Flugleitsystems sei auch deshalb nötig, da bis zum Jahre 2025 sich der Flugverkehr nach Schätzungen verdoppeln werde.
Damit gehe ein Gewinn für den Umwelt- und insbesondere den Klimaschutz einher, wie von vielen EP-Abgeordneten betont wurde. Der Ausstoß von Treibhausgasen mit der Anwendung des neuen Flugleitsystems soll pro Flug um 4 bis 6 Prozent verringert werden können, da der Flugraum besser genutzt und günstigere Flugrouten benutzt werden könnten. Wovon wiederum die Fluggesellschaften und vielleicht auch der Kunde profitieren würden, da weniger Kerosin verbraucht wird.

Der EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot begrüßte, dass das EP die Rollenverteilung innerhalb der Partnerschaft für das Projekt klarer definieren wolle. An Sesar sollen die EU-Kommission, Eurocontrol sowie private Unternehmen beteiligt sein. Während sich die beiden europäischen Institutionen die Finanzierung der seit vergangenem Jahr bis 2007 laufende Definitionsphase (60 Millionen Euro) geteilt haben, sollen sich die drei Partner finanziell zu je gleichen Teilen an der Entwicklungsphase beteiligen (Zeitraum 2008-2014). Es handelt sich dabei um voraussichtlich insgesamt 300 Millionen Euro. Die Umsetzungsphase (2014-2020) schließlich sollte integral von den privaten Unternehmen übernommen werden.

Einige Abgeordneten wollen jedoch dem privaten Sektor nicht zu viel zugestehen. Die Vereinigten Linken meinen, dass bei diesem „Schlüsselprojekt“ der Europäischen Union vermieden werden müsse, dass die Privaten den größten Teil finanzieren. Und die Grünen befürchten, dass Euro control, die bislang für die Luftraumüberwachung in Europa zuständig ist und ihren Sitz in Luxemburg hat, an den Rand gedrängt wird.

Gust Klein / FNCTTFEL

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