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Sparpaket - vida fordert genaue Zahlen

ÖBB-Chef Peter Klugar will 100 Millionen Euro in den kommenden eineinhalb Jahren bei den ÖBB einsparen. Dies soll ohne Kurzarbeit oder Kündigungen möglich sein. Mit der Gewerkschaft will Kluger jedoch über mehr Flexibilität beim Einsatz der Mitarbeiter verhandeln. So sollen Mitarbeiter vom Güterverkehr in der Infrastruktur arbeiten können. Dort werden in diesem Jahr fast zwei Milliarden Euro investiert, während im Güterverkehr Einbußen von mindestens 15 Prozent drohen.



Gottfried Winkler, stellvertretender Sektionsvorsitzender der vida Sektion Verkehr und stellvertretender ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender hat im Prinzip Verständnis für die Lage der ÖBB, verlangt jedoch bezüglich der geforderten Flexibilität zumutbare Bestimmungen und darüber hinaus genaue Zahlen, in welchen Bereichen es denn zu viel Personal gebe.

Zumutbarkeit tatsächlich gewährleisten

Winkler: "Es ist klar, dass ein Transportunternehmen darunter leidet, wenn die Produktion sinkt. Das Problem ist, dass wir natürlich nicht in allen Regionen Österreichs gleich betroffen sind. Das heißt, wir müssen schauen, ob diese Zumutbarkeit tatsächlich gewährleistet ist und das Unternehmen ist gefordert, uns auch zu sagen, in welchen Bereichen zu viel Personal zurzeit vorhanden ist." Zumutbar sei zum Beispiel ein Kreis von in etwa 50 Kilometer, das heißt eine Stunde zum Arbeitsplatz beziehungsweise vom Arbeitsplatz.

Zur Forderung nach einem Abbau von Überstunden meint Winkler: "Wenn das Unternehmen Vorschläge bringt, die beschäftigungspolitisch sinnvoll sind und gleichzeitig Arbeitsplätze sichern, dann sind wir gerne bereit, auch darüber nachzudenken, dass Alturlaube abgebaut werden, Zeitausgleich genossen wird. Wenn es darum geht, Budgetsanierungen zu machen, aufgrund der Derivatsgeschäfte und Swaps, gehe ich natürlich davon aus, dass das nicht in Frage kommt."

Schließung einzelner Strecken strategisch nicht sinnvoll

Die Schließung einzelner Strecken für den Güterverkehr lehnt Winkler aus strategischen Gründen und im Sinne des Umweltschutzes ab. Die ÖBB seien ein Verkehrs- und Transportunternehmen, das sehr umweltfreundlich ist. "Viel sinnvoller ist es die Fahrpläne so zu gestalten, dass wir keine Kunden verärgern und dementsprechende Auslastungen erzielen", so Winkler abschließend.
herc (TRANSNET)

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