Verkehrsgewerkschaften streiken gegen Rentenpolitik
Ein Streik der französischen Gewerkschaften der Bahn- und Luftverkehrsbeschäftigen im Rahmen eines Konflikts um Rentenleistungen hat bereits am Morgen des 28. Mai zu einem Verkehrskollaps geführt. Die Gewerkschaften, die die Beschäftigten bei Air France-KLM, der französischen Staatsbahn SNCF und drei Pariser Verkehrsbetrieben vertreten, protestieren damit gegen die von der Regierung geplante Rentenreform.
Stillstand durch Streiks in den französischen Bahnhöfen (hier in Paris Nord) und auf den Flughäfen führten zum landesweiten Verkehrschaos in Frankreich. Foto: Frank Hercher
Die Regierungsvorschläge sehen eine Verlängerung der Rentenbeitragszeiten auf 41 Jahre vor, bisher sind 40 Jahre nötig, um eine volle Rente zu erhalten.
Weitere Beschäftigte des öffentlichen Sektors, zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer sowie die Beamten haben sich vielfach dem eintägigen Protest angeschlossen.
Vorausgegangen waren Proteste im französischen Fischereisektor gegen steigende Treibstoffpreise, der gestern beigelegt wurde, nachdem die Regierung sich zu Unterstützungsleistungen in Höhe von 310 Mio. Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren bereit erklärt hatte. Bis dahin hatte sie denselben Betrag verteilt über drei Jahre angeboten.
Am Dienstag führte eine 14-stündige Arbeitsniederlegung belgischer Bahnbeschäftigter für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu Störungen des Schienenverkehrs von Brüssel nach Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.
F. Hercher (TRANSNET)
