1,7 Millionen Österreicher leiden unter Verkehrslärm
Verkehrslärm ist in Österreich ein wachsendes Gesundheitsproblem, warnt der VCÖ. 1,7 Millionen Personen in Österreich fühlen sich laut Statistik Austria im Wohnbereich durch Verkehrslärm gestört. Der VCÖ weist darauf hin, dass allein 400.000 Menschen unter dem Lärm der Lkw leidet, bereits 90.000 Personen werden durch Fluglärm belästigt. Der VCÖ fordert Nachbesserungen zum vorliegenden Entwurf des Umgebungslärmschutzgesetzes. So wie in Deutschland sollen auch in Österreich die Bürgerinnen und Bürger ein verbindliches Recht auf Lärmschutz haben.
Eine Million Menschen geben als Hauptlärmerreger Pkw und Motorräder an, weitere 400.000 Personen leiden unter dem Lärm des Lkw-Verkehrs. 170.000 Personen werden durch Bahnlärm gestört, bereits 90.000 Personen vom Fluglärm. Der VCÖ weist darauf hin, dass gerade der Lkw-Verkehr und der Flugverkehr in Österreich massiv zunehmen. "Der Flugverkehr in Österreich hat sich seit dem Jahr 1990 verdreifacht und wird laut Prognosen der Flughäfen weiter stark steigen. Die Zahl der unter Fluglärm leidenden Menschen wird damit stark zunehmen", stellt VCÖ-Experte Blum fest.
Der VCÖ ist daher erfreut, dass Österreich ein Lärmschutzgesetz erhält. "Das Problem ist, dass der vorliegende Entwurf den Betroffenen zu wenig Rechte einräumt“, betont VCÖ-Experte Blum. Der VCÖ fotdrte daher beim Experten-Hearing zum Lärmschutzgesetz eine Nachbesserung des vorliegenden Entwurfs. „In Deutschland haben lärmgeplagte Menschen einen Rechtsanspruch auf Lärmschutzmaßnahmen oder auf eine Entschädigung. Dieses verbindliche Recht auf Lärmschutz soll es auch in Österreich geben“, fordert VCÖ-Experte Blum.
Ein wachsendes Problem ist in Österreich der Fluglärm. Der VCÖ fordert Landeverbote für besonders laute Flugzeuge sowie eine Kerosinsteuer nach Vorbild der Niederlande. Strengere Lkw-Nachtfahrverbote und eine flächendeckende Lkw-Maut nach Schweizer Vorbild verringern den Lkw-Lärm.
