Beitrag von GdEOe    Startseite Impressum Kontakt Seite drucken

Gewerkschaft wartet auf Gorbach-Antwort

Am 3. Mai hat die österreichische Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) einen Brief an Vizekanzler Verkehrsminister Hubert Gorbach (B) geschickt um ihn auf eine mögliche Streichung von rund 300 Lehrstellen und auf geänderte Rahmenbedingungen bei der Ausbildung bei den ÖBB hinzuweisen. "Bis heute haben wir keine Antwort erhalten", stellt die GdE verärgert fest.

In dem Brief rechnet die GdE vor, dass ein Lehrling auf Grund geänderter Ausbildungsregeln keinen Lehrvertrag, sondern lediglich ein "Taschengeld" von 250 Euro pro Monat erhalte. Dadurch bekomme ein "Lehrling Neu" im 1. Lehrjahr um rund 150 Euro weniger, im 2. Jahr um 200 und im 3. Lehrjahr um ca. 500 Euro weniger als die ÖBB-Lehrlinge bisher - obwohl er an der selben Werkbank steht, so GdE-Chef Willhelm Haberzettl in dem Brief.

ÖBB-Chef Martin Huber zeigt sich inzwischen von den Vorwürfen der Eisenbahnergewerkschaft "genervt". Er spricht von einer "politischen Kampagnisierung im Vorfeld der Personalvertretungswahlen", denn "mit der Faktenlage hat das wenig zu tun". Anders sieht das der ÖGB Niederösterreich. Er befürchtet die Schließung der ÖBB-Lehrwerkstätte in St.Pölten und weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass in Niederösterreich schon jetzt auf eine Lehrstelle zwei Lehrstellensuchende kämen.
N.W. (GdE)

Anfang der Seite