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Massive Verschlechterung der Zukunftschancen

Im Rahmen ihres Leitantrags zum 29. ÖGB-Jugendkongress kritisieren die Jugendlichen die Tatenlosigkeit der Regierung im Bezug auf die Förderung von Bildung, Aus- und Weiterbildung junger Menschen.

Anstatt in die Bildung, Aus- und Weiterbildung der Jugendlichen und somit in die Zukunft zu investieren, werden von der Regierung Kürzungen im gesamten Bildungsbereich vorgenommen. Alle Maßnahmen dienten bis jetzt ausschließlich der Wirtschaft und nicht den Jugendlichen oder der Ausbildungsqualität. Für viele Jugendliche bedeutet dies eine massive Verschlechterung ihrer Ausbildung, aber auch ihrer Zukunftschancen.

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend spricht sich gegen Sozial- und Bildungsabbau aus. Dies betrifft vor allem die Verschlechterungen für Lehrlinge, SchülerInnen, StudentInnen, Präsenz- und Zivildiener sowie für in Ausbildung Stehende.

Mehrmals versprach sowohl der Bundeskanzler als auch der Wirtschafts- und Arbeitsminister, dass kein Jugendlicher auf der Straße stehen wird. Diesen Botschaften und Lippenbekenntnissen sind bis jetzt nur Notmaßnahmen gefolgt. Die Duale Berufsausbildung befindet sich in einer Strukturkrise und benötigt langfristige Maßnahmen. Nur damit kann diese für die Ausbildung österreichischer Fachkräfte so wichtige Bildungsschiene weiter abgesichert werden.
Ausgehend von den nachfolgenden Daten fordert die Österreichische Gewerkschaftsjugend ein umfangreiches Maßnahmenpaket.

Langzeitvergleich

Die Gesamtzahl der Lehrlinge in Österreich sank im Langzeitvergleich von 145.516 im Jahr 1990 auf 119.040 im Jahr 2003. Das ist ein Rückgang von über 18,2%.
Die Anzahl der Jugendlichen im ersten Lehrjahr sank von 44.845 im Jahr 1990 auf 35.454 im Jahr 2003 (Rückgang von fast 21%).

Demografische Entwicklung

Von der demographischen Entwicklung ist ablesbar, dass sich die Wirtschaft aus der Ausbildung zurückzieht. In den nächsten Jahren kommt neben dem jährlich sinkenden Lehrstellenangebot eine jährlich steigende Zahl von Jugendlichen problemverstärkend hinzu. Trotz der in den letzten Jahren angebotenen rahmenrechtlichen als auch finanziellen Unterstützungen für Unternehmen konnte keine Entspannung erzielt werden.

Besonders dramatisch entwickeln sich auch die Auflösungen von Lehrverträgen während der Probezeit. So wurden zum Beispiel in Wien 24% der Lehrverträge während der Probezeit gelöst.
N.W. (GdEÖ)


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