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Rückblick auf die Entwicklung einer "Erfolgsstory"

Am 8. Mai 1945 wurde das Gebiet des Saarlandes unter wirtschaftlichem Anschluss und mit einer autonomen Verwaltung Frankreich unterstellt. Dort bildete sich der „Industrieverband Eisenbahn“ mit Sitz in Saarbrücken. In dessen Auftrag kauften am 3. Mai 1955 der Vorsitzende, Eduard Welter und seine Frau Hildegard, eine Parzelle im Bereich der Gemeinde Eze sur mer (Departement Alpes Maritimes), Ortsteil Saint Laurent d‘Eze. Zu jener Zeit wäre es für die Gewerkschaft niemals möglich gewesen, in Frankreich Grundbesitz zu erwerben.

Die Liegenschaft war in den ersten Jahren ein Provisorium. Um ein Zeltlager errichten zu dürfen, mussten Toiletten gebaut werden. Der Toilettentrakt mit Duschen und Waschbecken war das erste feste Gebäude auf dem Grundstück. Auf der oberen Terrasse wurde eine Feldküche eingerichtet. Sie stellte die Grundversorgung der Gäste mit Mahlzeiten sicher. Gegessen wurde an Tischen und Bänken und dies ausschließlich im Freien. Die Nutzung des Areals war also nur unter recht einfachen Verhältnissen möglich.

Die Anfänge des Europ-Camp in Eze sur mer. Fotografiert 1958 von Werner Anthes, Breitenheim.


Die Unterbringung erfolgte ausschließlich in Zelten, die auf dem terrassenförmigen Gelände zu Beginn des Sommers aufgeschlagen und im Herbst wieder abgebaut werden mussten. Dennoch nutzten die jungen Gewerkschaftsmitglieder die Gelegenheit, eine Gegend zu besuchen, die für damalige Verhältnisse für sie schier unerreichbar zu sein schien. Nizza, Cannes, Monaco waren Namen, die eigentlich nur mit Stars und Sternchen aus dem Kino oder der Klatschpresse in Verbindung gebracht wurden. Und genau da mittendrin die Bildungsstätte der Eisenbahnergewerkschaft!

Nach dem Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland und die Übernahme des Grundstücks an der Côte d‘Azur durch die Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED) wurde mit der Küche schon bald ein festes Wirtschaftsgebäude sowie ein Speise- beziehungsweise Aufenthaltsraum errichtet. Am 31. März 1958 waren diese Bauarbeiten abgeschlossen. Freuen durfte man sich dann ein Jahr später, als es endlich gelungen war, auch die Zelte mit Strom zu versorgen.

Blick von der Restaurant-Terrasse über die Badebucht.

 

Beschränkte sich der Aufenthalt in den ersten Jahren auf die Schönwetter-Monate Juli und August, wurde die Öffnungszeit schon bald auf weitere Monate ausgedehnt. Dafür sorgte nicht zuletzt auch der Einbau der Heizungsanlage im Jahre 1998. In der Bildungs- und Freizeiteinrichtung der TRANSNET, die mittlerweile als Auberge de l‘Europe beziehungsweise als „Europ-Camp“ bekannt ist, sind inzwischen ganzjährig Gäste willkommen.

Gaumenfreuden für die Gäste - und das nicht nur zu besonderen Anlässen.


Jugendliche aber auch Erwachsene aus vielen europäischen Ländern haben inzwischen Eze sur mer und die Côte d‘Azur durch die vielfältigen Bildungs- und Freizeitangebote des Europ-Camp kennen gelernt. Die Auberge de l‘Europe in Eze sur mer ist zu einer beliebten internationalen Begegnungsstätte im vereinten Europa geworden, mit moderner Technik und zeitgemäßem Komfort für Seminare, mit einer hervorragenden gastronomischen Bewirtung und keine zehn Minuten Fußweg von einer kleinen verschwiegenen Badebucht entfernt.

Die Badebucht, in knapp zehn Minuten zu Fuß zu ereichen.


Die Freizeitangebote reichen vom Besuch des Formel-Eins-Rennens in Monaco über den Monaco-Stadtmarathon bis hin zu Kochkursen für Liebhaber der französischen Küche. Mehr Informationen gibt es unter www.europ-camp.de
herc (TRANSNET)

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