Beitrag von FNCTTFEL    Startseite Impressum Kontakt Seite drucken

Stichwort : Mobbing

Eine genaue Definition von Mobbing gibt es nicht. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz versteht unter Mobbing: „wiederholtes, unangemessenes Verhalten gegenüber einem Beschäftigten oder einer Gruppe von Beschäftigten, das Gesundheits- und Sicherheitsrisiken hervorruft.

Mobbing geht u.a. mit Machtmissbrauch, Unterdrückung, Demütigung oder Bedrohung einher. Dabei kommt es zur Kontaktverweigerung — Betroffene werden wie Luft behandelt; Gerüchte werden verbreitet ... Bisweilen wird auch körperliche Gewalt angedroht und angewendet. Darunter fallen verbale Angriffe, körperliche Attacken, subtilere Formen wie die Abwertung von Kollegen, soziale Ausgrenzung und psychische Gewalt.
In Schweden wurde das Phänomen in den 90er Jahren erstmals vom Mobbingforscher Heinz Leymann untersucht und beschrieben. Für Europa wurde 2000 eine Mobbing - Quote von 9 Prozent ermittelt — 12 Millionen Menschen fühlten sich in diesem Jahr gemobbt. Bei den Betroffenen löst Mobbing physische, psychische, psychosomatische Gesundheitsstörungen aus. Konkret gehen diese Störungen mit Stress, Depressionen, mangelnder Selbstachtung, Phobien, Schlaf- und Verdauungsstörungen einher. Weitere Folgen sind soziale Ausgrenzung, Fehizeiten, Kündigung, familiäre Probleme. Auch für die Betriebe bleibt Mobbing nicht ohne Konsequenzen: Unternehmen beklagen höhere Krankenstände, eine stärkere Mitarbeiterfluktuation sowie geringere Produktivität.

Wie kann diesem Betriebsklima schädigendem Phänomen wirksam begegnet werden ?


Eigentlich geht es darum, eine Vetrauenskultur im Unternehmen zu schaffen. Das wäre ein gesundheitsförderlicher Ansatz. Letztlich steht der Arbeitgeber in der Verantwortung. Damit die Beschäftigten arbeiten können, muss die Arbeitssituation so sein, dass Mitarbeiter nicht krank werden. Hier sind wir beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Seit Jahren gibt es ein Qualitätsmanagement, für das viel Geld ausgegeben wird, um auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu sein. Doch beim Gesundheitsmanagement tun sich die Unternehmen schwer. Dabei wäre das der richtige Ansatz – eine Verzahnung von Personalentwicklung, Personalführung, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung als Management-Aufgabe.

Gust Klein / FNCTTFEL - Landesverband

Anfang der Seite