Arbeits- und Unfallschutz
Der Arbeits- und Unfallschutz ist europaweit sehr unterschiedlich geregelt. Es gibt zum Teil Gesetzgebungen und Regelungen auf hohem Niveau, die meist über viele Jahrzehnte von den Gewerkschaften eingefordert und erstritten wurden. Sie haben sich in der Praxis bewährt und zählen zu den wesentlichen sozialen Errungenschaften für die arbeitenden Menschen. In Europa existiert allerdings, gerade in diesem Bereich, ein großes Gefälle. Die ETF und die in ihr vereinigten Gewerkschaften sind aktuell gefordert, bewährte Regelungen als Maßstab künftiger europaweiter Gesetzgebungen durchzusetzen, damit sie nicht auf dem Altar eines zügellosen Wettbewerbswahns zugunsten von Minimallösungen geopfert werden.
EU-Strategie: 25 % weniger Arbeitsunfälle bis 2012
Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle sollen im Rahmen einer neuen Fünf-Jahres-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, die heute von der Kommission angenommen wurde, EU-weit um ein Viertel reduziert werden. Im Zeitraum 2002-2004 wurde bereits eine 17-prozentige Verringerung der tödlichen Unfälle und ein Rückgang von 20 Prozent bei Unfällen erreicht, die einen Arbeitsausfall von drei oder mehr Tagen zur Folge haben. Doch sind die Fortschritte ungleich über die einzelnen Länder, Wirtschaftszweige, Unternehmen und Arbeitnehmerkategorien verteilt. Veränderungen der Erwerbstätigkeit führen zu neuen Risiken am Arbeitsplatz, während bestimmte berufsbedingte Krankheiten zunehmen.
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Bahnen: Zehn Prozent aller Arbeitsunfälle durch Gewalt
Wenn in Bussen und Bahnen „Die Fahrausweise bitte zur Kontrolle!“ erklingt, wird es oft nicht nur für Schwarzfahrer brenzlig, sondern auch für die Kontrolleure. Etwa jeder zehnte Arbeitsunfall wird in Verkehrsunternehmen durch „Übergriffe Dritter“, zum Beispiel Fahrgäste, verursacht. Im Jahr 2004 waren dies 514 Fälle bei 5.009 Arbeitsunfällen insgesamt und rund 145.600 Versicherten der Berufsgenossenschaft für Straßen-, U- und Eisenbahnen.
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Aktionsplan zu besserer Unfallverhütung in der EU
Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan zur Verringerung von Unfällen und Verletzungen angenommen. Sie sind mit fast 235 000 Todesfällen die vierthäufigste Todesursache in der EU. In ihrer Mitteilung über Maßnahmen für ein sichereres Europa betrachtet die Europäische Kommission die Unfallverhütung als eine Priorität für das laufende und die künftigen Aktionsprogramme im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die das EU-Finanzierungsinstrument für die Projektförderung in den Mitgliedstaaten darstellen.
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Stichwort : Mobbing
Eine genaue Definition von Mobbing gibt es nicht. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz versteht unter Mobbing: „wiederholtes, unangemessenes Verhalten gegenüber einem Beschäftigten oder einer Gruppe von Beschäftigten, das Gesundheits- und Sicherheitsrisiken hervorruft.
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Kampf gegen Lärm
Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, die ihren Sitz in Bilbao (Spanien) hat, wird in diesem Jahr den Schwerpunkt ihrer Informationskampagne auf die Lärmbekämpfung fokussieren.
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